Wald in Paraguay


Ursprünglich bestand die natürliche Vegetation Paraguays zu über 80 % aus Regenwäldern, die zusammen mit den Wäldern Brasiliens, Argentiniens und Uruguays die sogenannte „Mata Atlantica“ bildete. Durch beständig zunehmenden Raubbau wurde im 20. Jahrhundert jedoch der größte Teil dieser einzigartigen Waldflächen zerstört und in Acker- und Weideflächen umgewandelt.

Heute hat Paraguay weniger als 10 % natürliche Waldflächen und kaum menschengemachte Aufforstungen. Der Raubbau hat sich verlangsamt, ist aber noch nicht gestoppt. Jährlich werden immer noch rund 30.000 bis 40.000 Hektar Wald zerstört. 2015 beträgt die Naturwaldfläche in Paraguay nach aktuellen Schätzungen nur noch rund 700.000 Hektar.

Waldinvestment Grafik Waldrückgang


Holzmarkt in Paraguay | Durch diese extreme Reduzierung der Waldfläche und die damit einhergehende Holzverknappung lässt sich das Holz des Aufforstungsprojektes lokal bestens vermarkten. Den hohen Holzbedarf des Landes schätzt der Verband der paraguayischen Holzindustrie FEPAMA auf jährlich 100.000 Hektar. 2012 wurden auf einer Fläche von ca. 20.000 Hektar Neuanpflanzungen vorgenommen. Die Miller Forest Investment AG pflanzt derzeit rund 1.000 bis 1.500 Hektar neue Waldflächen pro Jahr.

Waldwirtschaft in Paraguay |
Die Heranzucht von Baumsetzlingen ist ein kompliziertes Verfahren, das viel Erfahrung und Können voraussetzt. Daher beziehen wir die Setzlinge bei den besten Baumschulen Paraguays, Brasiliens und Argentiniens. Gleichzeitig wird die eigene Pflanzschule ausgebaut. Nadelholz- und heimische Wertholzsetzlinge werden aus Saatgutvermehrung gewonnen, indem man die Samen gut gewachsener Mutterbäume auswählt und somit neue Setzlinge heranzüchtet. Eukalyptussetzlinge werden aus Ablegervermehrung veredelter Sorten gewonnen - ähnlich dem Verfahren unserer heimischen Obstbäume bzw. Pappeln oder Weiden. Diese Methode erreicht eine höhere Qualität, es müssen weniger Setzlinge pro Hektar gepflanzt werden.