Marktsituation und Konkurrenz in Paraguay


Der Verkauf des Holzes und der Biomasse in Form von Hackschnitzeln erfolgt an die umliegende Industrie von Paraguays Hauptstadt Asuncion. Besonders stark nachgefragt ist derzeit der Rohstoff Holz als Biomasse.

Durch die Verbrennung dieser Biomasse wird Prozesswärme erzeugt, welche von verschiedenen Verarbeitungszweigen im wirtschaftlichen Zentrum Paraguays benötigt wird: Trocknung von Getreide und Soja, Verarbeitung von Soja, Herstellung von Alkohol, Holzkohleproduktion und Industrie wie z.B. Coca Cola, Bierbrauereien oder Recyclingkartonhersteller.

Waldinvestment Hackschnitzel Biomasse
Biomasse in Form von Hackschnitzeln.
Waldinvestment Biomasse Verarbeitung
Hackschnitzel: Verarbeitung & Verladung vor Ort.
Waldinvestment regionale Holzverarbeitung
Regionale Holzverarbeitung.

In diesem direkten Umfeld haben wir bereits an verschiedene Unternehmen über 3.500 Tonnen Hackschnitzel geliefert, darunter z.B. an eine Kartonagenfabrik mit einem monatlichen Bedarf von ca. 1.000 Tonnen Biomasse. Die Betreiber erwarten in den kommenden Jahren einen Anstieg auf monatlich 3.000 Tonnen Hackschnitzel. Durch den Bedarf dieses und weiterer Unternehmen kann von einer zuverlässigen Abnahmesituation ausgegangen werden. Der gesamte Bedarf an Biomasse umliegender Unternehmen liegt derzeit bei ca. 30.000 Tonnen pro Monat.

Die Lieferungen müssen kontinuierlich und auf einem gleichbleibenden Qualitätsniveau (Hackschnitzelgröße, Feuchtigkeitsgehalt) erfolgen. Das zu gewährleisten ist eine der Aufgaben der Felber Forestal S.A. in Paraguay, dem Partner der Miller Forest Investment AG.

Laut der letzten Studie zum Holzverbrauch in Paraguay im Jahr 2010 betrug der Holzverbrauch 11.800.000 m3 bei einem Gesamtzuwachs aller Wälder im Land von 3.300.000 m3.* Die Differenz von 8.500.000 m3 wird derzeit durch illegalen Kahlschlag der verbleibenden 700.000 Hektar Urwald gewonnen. Allerdings sind die größten Abnehmer wie ADM, CARGILL, Bunge, etc. nicht mehr bereit, illegal eingeschlagene Hölzer zu kaufen. Der Bedarf dieser Firmen wird derzeit aus den wenigen Forstplantagen gedeckt, wodurch die Abnahme der Hackschnitzel stabil bzw. steigend ist. Zudem werden auf Grund der steigenden Agrarproduktion die Kapazitäten der verarbeitenden Industrie ständig erweitert. Diese Faktoren werden in einem Zeitfenster von voraussichtlich ein bis zwei Jahren zu verstärkten Versorgungsengpässen von Biomasse führen.

Ähnlich positiv sieht die Nachfragesituation für Wertholz aus. Interessierte Holzverarbeitungsbetriebe erwägen sogar, ihre Produktionsstätten für Furniere, Gartenmöbel, Türen, Zäune- und Hausbau etc. in die Nähe der Aufforstungsflächen der Miller Forest Investment AG zu verlegen. Das würde zu kürzeren Transportwegen, einer schnelleren Verarbeitung und geringeren Kosten führen. Eine win-win Situation für den Aufforstungsbetrieb und die verarbeitende Industrie.
Derzeit sind in Paraguay rund 60.000 Hektar Aufforstungsflächen bei der Forstbehörde (INFONA) registriert. Davon verwaltete die Felber Forestal S.A. als Partnerunternehmen der Miller Forest Investment AG rund
15-20 % oder über 10.000 Hektar, was ab 2017 ein jährliches Erntevolumen von ca. 250.000 m3 mit steigender Tendenz in den Folgejahren erwarten lässt. Durch die kontinuierlich anfallenden großen Holzmengen lassen sich langfristige Lieferverträge zu guten Konditionen abschließen. Nachhaltige Aufforstung auf Flächengrößen über 1.000 Hektar betreiben neben der Felber Forestal S.A. nur drei weitere Unternehmen.

Diese Ausgangslage gibt der Felber Forestal S.A. die Möglichkeit, sich als Marktführer besonders im Bereich hochwertiger Biomasse zu etablieren.

*Quelle: Angebot + Nachfrage von Biomasse in Paraguay. Projekt zur Verbesserung der Bedarfsermittlung und der nachhaltigen Energiepolitik in Paraguay. Seminar über das “Potential der Biomasse und Biogas in Paraguay”. Studie erstellt im Auftrag von VMME (Viceministerio de Minas y Energías) / GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) von Unique Wood. Asunción 2012.